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Rheumapraxis Schwabing

Schwabing

 

 

Anfahrt & Routenplaner Rheumapraxis München Schwabing

Arztpraxis für Biologische Medizin

Anerkannter Facharzt für Orthopädie (Sportmedizin, Chirotherapie..)
Dr. Hans Sperber Schleißheimerstrasse 205 a, 80809 München-Schwabing, Germany / Bavaria
Telefon: 00491724395080, Telefax: 0049-89-35731236

 

Praxis für Biologische Medizin

in Praxis Dr. Guido Kichhoff

München-Schwabing:

 

Rheumaarzt

 

 

Rheuma ist eine Störung des Immunsystems, der Körper greift nicht nur fremde Eindringlinge wie Bakterien und Viren an, sondern das eigene Gewebe. Daher versuchen wir, diese Reaktion des Immunsystems in den Griff zu bekommen, und zwar nicht wie die sogen."Schulmedizin" durch Unterdrückung des Systems, sondern durch Normalisierung. Ein wenig Basisinfo vermitteln wir Ihnen hier.

Unsere Behandlung erfolgt i.d.R. mittels Homöopathie, ergänzt durch andere Verfahren der Alternativmedizin wie Bioresonanz . Weiteres zur Homöopathie finden Sie auf unserer Alternativmedizin-Seite

 

INHALT:

 

Wissenswertes zum Thema Rheuma:

Der Ausdruck Rheuma stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie fließend, ziehend, reißend und beschreibt damit die Art des Schmerzes. Fälschlicherweise werden darunter oft alle Krankheiten im Bereich des Bewegungsapparates (z.B. von Gelenken, Gelenkkapseln, Knochen, Muskulatur oder Sehnen) zusammengefasst, die nicht durch eine Verletzung oder durch tumoröse Veränderungen hervorgerufen worden sind. Es ist ja auch oft schwierig, einem Patienten die genaue Ursache seiner Beschwerden verständlich zu machen, wenn er die Anatomie des Körpers und die Funktionsabläufe nicht kennt. Mit dem Wort Rheuma kann er zwar auch nichts Genaues anfangen, ist aber meist mit dem Begriff zufrieden. Seine Beschwerden haben damit einen Namen.

Der „Rheuma“-Begriff ist also oft keine Diagnose im engeren Sinne, auch keine einheitliche Krankheit. Vielmehr wird leider der Oberbegriff „Rheuma“ für über 100 einzelne Erkrankungen benutzt, die sich zum Teil ähneln, die aber zum Teil auch völlig unterschiedlich sind, sowohl von ihrer Ursache, der Art ihrer Symptome, aber auch in ihrem Verlauf, in ihrer Behandlung und in ihren Folgen. So werden z.B. oft Kalkeinlagerungen in den Sehnen der Schulter als Rheuma bezeichnet, auch Risse dieser Sehnen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um entzündliche Veränderungen, sondern z.B. um ein Durchscheuern aufgrund ungünstiger anatomischer Verhältnisse, was mit echtem Rheumatismus gar nichts zu tun hat. Da die Ursache eine ganz andere als beim Rheuma ist, wird auch die Behandlung anders sein.
Echtes Rheuma an der Schulter ist jedoch sehr selten. Auch ist strittig, ob denn die „normale“ Gelenksarthrose z. B. an Knie oder Hüfte etwas mit Rheuma zu tun hat. Da sowohl die Ursache der Arthrose als auch des Rheuma noch immer nicht genau bekannt sind, kann man darüber eigentlich nur spekulieren, Es gibt sowohl Gründe, die dafür sprechen als auch ebenso viele dagegen. Leider stehen wir hier wissensmäßig trotz aller Forschung und Technik immer noch im Mittelalter. Aber das macht die Angelegenheit andererseits auch spannend.

Echte rheumatische Erkrankungen müssen sich übrigens nicht allein auf den Bewegungs­apparat beschränken. Der echte entzündliche „Rheumatismus“ ist eine Erkrankung des Immunsystems (Autoimmunerkrankung), betrifft in der Regel Bindegewebsstrukturen und, da Bindegewebe praktisch überall im Körper vorhanden ist, können fast alle Organe im Körper bei einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung beteiligt sein.

So gibt es beispielsweise rheumatische Entzündungen

·        der Augen (z.B. Regenbogenhautentzündung oder Lederhautentzündung)

·        des Rippenfells und der Lunge

·        von Herzbeutel, Herzklappen oder Herzmuskeln

·        der Nieren

·        des Darms

·        der Gefäße

Diese Organbeteiligungen rheumatischer Erkrankungen können zum Teil lebensgefährlich sein und müssen sofort richtig erkannt und behandelt werden (Herz!). Auf der anderen Seite stehen dem erfahrenen Arzt heute moderne Medikamente und Behandlungsverfahren zur Verfügung, mit denen sich die meisten möglichen Komplikationen gut beherrschen lassen.

Echtes Rheuma ist auch nicht, wie viele denken, eine Krankheit der Alten. Rheumatische Erkrankungen gibt es leider auch schon bei Kindern, und es ist verständlich, dass diese dann ernsthafter sind als bei älteren Leuten: Erstens reagiert das fehlgesteuerte Immunsystem bei Kindern heftiger als bei Alten, zudem kann die Zerstörung um so länger wirken, je länger die mit Rheuma verbrachte Lebenszeit ist. Übrigens gibt es Statistiken, nach denen Rheumatiker eine geringere Lebenserwartung haben als der Durchschnitt der Nicht-Rheumatiker, was sich zum einen durch die im Körper ablaufenden Entzündungsreaktionen, zum anderen durch Nebenwirkungen der oft nötigen Medikamente erklären lässt.

Wichtig ist also eine schnelle Erkennung des Rheumatismus, um die Auswirkungen so klein wie möglich halten zu können. Es gibt als Hilfestellung zur Diagnose eine Tabelle der Nordamerikanischen Rheumagesellschaft, die sogen. ACR-Kriterien (s. Tabelle):

Arthroseerklärung (Powerpointdarstellung der Fa. Tropon)

 

Rheuma, eine Störung des Immunsystems

 Echter Rheumatismus kann heute am wahrscheinlichsten als Erkrankung des Immunsystems aufgefasst werden. Durch irgendwelche Störungen, seien es nun Bakterien, Viren, Umweltstoffe, wird das Immunsystem so in Unordnung gebracht, dass es sozusagen verkehrt funktioniert und, anstatt Angreifer gegen den Körper zu bekämpfen, selbst den eigenen Körper bekämpft. Eine Abhängigkeit von genetischer Veranlagung besteht offenbar. Es scheint daher eine enge Verwandtschaft zu allergischen Reaktionen zu bestehen. Siehe hierzu auch unsere Allergie-Homepage.



Behandlungsmöglichkeiten:

Was sind das für Vorgänge, die zwar auch beim Mann, aber häufiger bei Frauen in Gang kommen und Gelenkknorpel und Knochen unwiederbringlich zerstören können? Die Verbindung zwischen verschiedenen weißen Blutkörperchen, die alle als Abwehrzellen fungieren, ist bei dieser Erkrankung gestört: Sie werden aktiv, obwohl gar kein Angriff körperfremder, schädlicher Substanzen vorliegt. Bei der Rheumatoiden Arthritis verwechseln die so genannten T-Zellen, die als Alarmsystem fungieren, das gute körpereigene Gewebe des Gelenkknorpels und des Knochens oder der Gelenkinnenhaut (Synovia)  mit feindlicher Substanz. Daraufhin greifen sogen. Fresszellen und andere Abwehrzellen das körpereigene notwendige und intakte Gewebe an und richten nicht wieder gut zu machende Zerstörungen an.
 

  Antirheumatika, DMARD’s

 
In diese fehlerhafte Aktivierung des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe muss man nun eingreifen. Man kann das mit modernen künstlich hergestellten Medikamenten machen, z.B. sogen. Biologicals. Man nennt sie z. B. „Disease Modifying Antirheumatic Drugs“ (= Krankheit verändernde anti­rheuma­tische Medikamente, DMARD’s). So wirkt beispielsweise Ciclosporin, ein schon 1970 entdeckter Eiweißstoff, direkt auf die Fehlsteuerung der T-Zellen: Es unterdrückt die Bildung und Abgabe von Botenstoffen aus den T-Zellen, damit diese Botenstoffe die Fresszellen nicht mehr falsch infor­mieren und damit die Gelenkentzündung in Gang bringen bzw. unterhalten können.
Dazu zählen auch TNFalpha (Tumornekrosefaktor) und Interleukin beeinflussende Medikamente.

Ältere Medikamente sind die gängigen Antirheumatika, angefangen von ASS über Diclofenac bis zu Cox2-Hemmern, mit bekannten Nebenwirkungen. Neuer sind die Biologika, ebenfalls nebenwirkungsbehaftet, wobei sie z.T. noch zu kurz auf dem Markt sind um von Langzeiterfahrung zu sprechen.

Auch Vioxx war ja anfangs sehr hochgelobt worden, erst später wurden die ungünstigen Nebenwirkungen bekannt.

 
Bioresonanz:

  Eine andere, in unserer Praxis durchgeführte Therapie, ist die Beeinflussung des Immunsystems über die Bioresonanz. Dabei soll die Ursache der Störung des Immunsystems gefunden und beseitigt werden. Man erreicht damit eine Behandlung der Störung von der Basis aus und nicht erst durch Veränderung / Blockierung von späteren Abläufen. Außerdem vermeidet man damit die jedem Medikament innewohnenden Nebenwirkungen, die zum Teil durchaus ernsthaft sein können. Da die DMARD’s meist ein Leben lang genommen werden müssten, ist das sehr kostenintensiv. Gelingt eine Umstimmung des Immunsystems von der Basis aus, so dass die Fehl­reaktionen unterbleiben, ist damit die Behandlung erstens kürzer, zweitens viel billiger, und drittens, was sowohl für Arzt als auch Patient das Bedeutendste ist, ohne große Nebenwirkungen.

 

  Homöopathie:

Da Homöopathie die Selbstheilung des Körpers anregt, ist sie eine der Methoden, die am Sinnvollsten anzuwenden sind. Das geschwächte Immunsystem des Körpers wird durch homöopathische Behandlung gestärkt, außerdem wird der Körper angeregt, eingelagerte Schadstoffe wieder zu mobilisieren und sie der Ausscheidung durch Leber oder Niere zuzuführen.

Homöopathie ist die Lehre der Behandlung von Krankheiten mit Mitteln, die für sich alleine geeignet sind, die Erscheinungen (Symptome) hervorzurufen, die auch die Krankheit hervorruft. Es wird dabei nur eine minimale Menge des Mittels gegeben, das jedoch "potenziert", d. h. verstärkt ist. Homöopathie ist, wie auch manche der anderen hier genannten, eine Therapiemethode der Alternativmedizin, auch Komplementärmedizin genannt, die vor allem auf Erfahrung beruht. Bekannt isst die Wirkungskraft der Homöopathie seit ca. 2000 Jahren, hat aber vor 200 Jahren durch den sächsischen Arzt Dr. Hahnemann einen großen Entwicklungssprung gemacht und kann jetzt durch die so genannte "Empfindungsmethode" (sensation method) nach Dr. Sankaran noch effektiver eingesetzt werden.

Siehe dazu speziell die Homöopathie-Seite und "www.Allergie-Allergie.de".

 

 

Die wichtigsten rheumatischen Erkrankungen:

 

Rheumatoide Arthritis, auch (primär) chronische Polyarthritis, PcP, cP:

Die Rheumatoide Arthritis ist offenbar eine Autoimmunerkrankung. Die Ursache ist allerdings nicht bekannt.

Nach den von Betroffenen gemachten Angaben scheinen, wie auch bei anderen rheumat. Erkrankungen, virale Krankheiten wie Scharlach oder Angina (Streptokokken) als Auslöser in Frage zu kommen.

 Die Rheumatoide Arthritis führt zur Zerstörung von Knochen, Gelenkknorpel, Sehnen durch die eigene Körperabwehr. 

Rheumagelenk

Etwa drei Viertel aller Patienten mit Rheumatoider Arthritis sind Frauen. Man vermutet als Grund dafür die hormonellen Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Die krankhaft veränderten Immunmechanismen sind zwar bei Mann und Frau die gleichen, aber offensichtlich wirkt sich das unterschiedliche Hormonmuster der Geschlechter verschieden aus. Irgendwie scheint die Reizschwelle für das Auftreten der Rheumatoiden Arthritis bei Frauen deutlich niedriger zu liegen.

 

Psoriasis, Schuppenflechte:

 Ähnlich der Rheumatoiden Arthritis beruht auch die Psoriasis auf einer Störung des Immunsystems. Auch sie gehört zum sogenannten Rheumatischen Formenkreis. Der Mechanismus der Störung kann ent­weder dort oder auf meiner Allergie-Homepage nachgelesen werden. Von ihr scheinen mehr Männer als Frauen betroffen zu sein.

 Die Krankheit äußert sich vornehmlich, wie schon der Name sagt, in einer mehr oder weniger ausgeprägten Hautschuppung, häufig verbunden mit Hautjucken. Die Oberfläche der Schuppung ist oft silbrig glänzend, lässt sich teilweise abheben. Darunter kann es dann allerdings zu kleinen punkt­förmigen Blutungen kommen, weshalb man Kratzen tunlichst vermeiden sollte.

 Die Hauptbefallstellen sind die Streckseiten der Gelenke z. B. von Ellbo­gen, Knie, auch Falten wie Gesäß, hinter oder in den Ohren, aber auch andere Stellen wie der behaarte Kopf, wo der Befall erst spät gesehen wird. Je nach Ausbreitung nennt man die Form dann z. B. eine Psoriasis punktuata (punktartige Erscheinung), Psoriasis guttata (tropfen- oder linsenförmig), Psoriasis nummularis (münzförmig) oder auch Psoriasis geografica (landkartenförmig).

 Allerdings sind die Hautstörungen nur ein kleiner Teil des möglichen Krankheitsumfangs. Andere Erscheinungen sind Veränderungen der Nägel an Fingern oder Zehen, Veränderungen der Gelenke in Form von anfangs vermehrter Flüssigkeitsbildung (Gelenkserguss), dann mit Schmerzen und teilweiser Zerstörung der Gelenkflächen (Psoriasis-Arthritis).

 Die  Psoriasis verläuft, wie auch das Rheuma allgemein, gern in Schüben, d. h. es gibt oft lange Perioden mit Ruhe, um dann aber wieder mehr oder weniger heftig in Erscheinung zu treten. Auslöser können alle Agenzien sein, die das Immunsystem stören, also Streß, Medikamente, unver­trägliche Speisen bzw. darin enthaltene Schadstoffe.. Beruhigend auf die Schuppung wirkt in aller Regel Sonne (UV-Licht), Salzwasser, Vitamin D3, aber natürlich auch alles was auch sonst dem Körper bzw. der Seele gut tut.

 Sehr gerne wird von Ärzten Kortison verordnet, da es örtlich beruhigend wirkt. Damit kann man allerdings nichts heilen, sondern nur überdecken. Manchen Patienten reicht das aus, weil es z. B. relativ schnell wirkt, nicht sehr teuer ist bzw. auch von den Krankenkassen bezahlt wird. Andere Möglichkeiten sind z. B. MTX oder ähnliche Antirheumatika. Auch Salben mit Cetylmyrestat oder Cetylmyristoleat sind gute, aber teure Entzündungshemmer. Entgegen manchen Werbeversprechen sind sie logischerweise nur wirksam solange sie im entzündeten Gebiet vorhanden sind, d. h. sie müssen immer wieder angewandt werden. Werden auch nicht von Kassen bezahlt.

 Homöopathische Mittel brauchen länger und die Kosten werden in der Regel von den Kassen nicht übernommen, sind aber natürlich schonender. Allerdings behandelt man damit in der Regel  auch nur  lindernd, nicht  heilend.

 Die Bioresonanz bessert oder heilt, wobei die Psoriasis aber zu den widerstandfähigeren Krankheiten bei dieser Therapie zählt. Die Behandlung dauert also relativ lange, d. h. wenigstens ein halbes Jahr, evtl. auch eineinhalb. Sie wird von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen, von den privaten Krankenkassen nur zum Teil.

 

Bechterew – Spondylitis ankylosans

 

Die Kurzbeschreibung bringt z. B. Wikipedia recht gut:

 

„Spondylitis ankylosans (Synonyme: Morbus Bechterew, Bechterewsche Krankheit, Bechterew-Strümpell-Marie-Krankheit, ankylosierende Spondylitis, rheumatoide Spondylitis, Spondylarthritis ankylopoetica) ist eine chronisch entzündliche rheumatische Erkrankung mit Schmerzen und Versteifung von Gelenken. Sie betrifft vorwiegend die Wirbelsäule (besonders im Lenden-Brust-Bereich)“ und die Kreuz-Darmbeingelenke (Sakro-Iliacalgelenke), kann aber auch andere Gelenke oder Organe betreffen.

 

Die DVMB schreibt dazu:

„Viele Namen für eine Krankheit:

Die Bechterewsche Erkrankung ist eine entzündliche Krankheit, die vor allem die Wirbelsäule betrifft. Sie heißt unter Ärzten auf lateinisch „Spondylitis ankylosans“ oder (in Anlehnung an die englische Bezeichnung „ankylosing spondylitis“) auch „ankylosierende Spondylitis „ (abgekürzt AS). Im deutschen Sprachraum, in Skandinavien und in Osteuropa hat sich daneben die Bezeichnung „Morbus Bechterew „ (MB) eingebürgert (Morbus ist ebenfalls lateinisch und bedeutet Krankheit). Der russische Neurologe Wladimir Bechterew hat die Krankheit keineswegs entdeckt oder als erster beschrieben, sondern nur eine hierzulande in den 1890er Jahren besonders bekannt gewordene Beschreibung veröffentlicht.

Es handelt sich um eine chronische (nicht nur vorübergehende) rheumatische (vor allem das Bewegungssystem betreffende) Krankheit, die über entzündliche Prozesse zu einer knöchernen Einsteifung der Wirbelsäule führen kann (ankylosans = versteifend). Sie kann aber auch die übrigen Gelenke oder andere Organe des Körpers befallen. Sie gilt bis heute als unheilbar, lässt sich aber in ihrem Verlauf ganz entscheidend beeinflussen. Wie bei allen Entzündungen ist das Immunsystem wesentlich dabei beteiligt.

Erste Beschwerden und Diagnose:  
Im Anfangsstadium sind die Beschwerden meist unspezifisch und werden daher oft fehlgedeutet. Es gibt jedoch heute Kriterien, auf deren Basis erfahrene Rheumatologen eine zuverlässige Diagnose stellen können. Dennoch vergehen zwischen den ersten Beschwerden und einer gesicherten Diagnose immer noch im Mittel mehrere Jahre.

Folgende Symptome sind für den Beginn einer Spondylitis ankylosans charakteristisch:

  • Tiefsitzende Rückenschmerzen verbunden mit einer Bewegungseinschränkung in der Lendenwirbelsäule und Ausstrahlung in die Oberschenkel
  • Langsamer (schleichender) Beginn, der sich über Wochen hinzieht (kein plötzlicher Anfall innerhalb von Stunden),
  • Andauern der Beschwerden über mehr als 3 Monate,
  • Beginn der Krankheit vorzugsweise im Alter zwischen 15 und 30 Jahren,
  • Auftreten der Steifigkeit und der Schmerzen vor allem in den frühen Morgenstunden,
  • Besserung bei Bewegung und Verschlimmerung bei Ruhe (bei den viel häufigeren nicht entzündlichen Rückenleiden ist es umgekehrt).

Außer diesen häufigen Erst-Symptomen können noch folgende Kriterien zusammen genommen einen Hinweis auf einen Morbus Bechterew geben:

  • Unsymmetrische Entzündung einzelner Gelenke (z. B. Hüftgelenk, Kniegelenk),
  • Fersenschmerzen oder eine andere Sehnenansatz-Entzündung (Enthesitis ),
  • Regenbogenhautentzündung (Iritis ) im Auge,
  • Schmerzen über dem Brustbein, Einschränkung der Brustkorbdehnung ohne erkennbare Ursache,
  • Eindeutige Besserung durch ein nicht-steroidales (cortisonfreies) entzündungshemmendes Medikament innerhalb von 48 Stunden und Wiederkehr der Schmerzen nach Absetzen des Medikaments.

Die Feststellung des Erbmerkmals HLA-B27 beweist nicht das Vorliegen eines Morbus Bechterew. Umgekehrt beweist das Fehlen des Erbmerkmals auch nicht, dass kein Morbus Bechterew vorliegt. Der Befund gibt dem Arzt aber einen zusätzlichen Anhaltspunkt, ob bei dem Patienten ein Morbus Bechterew unwahrscheinlich ist oder mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen ist.“

 


Tabelle der ACR-Kriterien, d.h. Kriterien zur Klassifikation der RA des American College of Rheumatology in der Revision von 1987, früher American Rheumatism Association (ARA)
 
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Kriterium

Definition

1. Morgensteifigkeit

Morgensteifigkeit in und um die Gelenke von  mindestens einer Stunde Dauer bis zur maximalen Besserung 

2. Arthritis von drei oder mehr Gelenkregionen

Mindestens drei Gelenkregionen gleichzeitig mit Weichteilschwellung und Erguß (nicht allein knöcherne Verdickung), 
Arztbeobachtung. Die 14 möglichen Regionen sind die rechten  oder linken
Interphalangeal- (PIP-), Metacarpophalangeal-  MCP-) Gelenke,
Hand-, Ellenbogen-, Knie-, Sprung- und  Metatarsophalangeal- (MTP-) Gelenke. 

3. Arthritis der Hand

Mindestens eine Gelenkregion geschwollen (wie oben definiert) in einem Hand-, MCP- oder PIP-Gelenk.

4. Symmetrische Arthritis

Simultane beteiligung der gleichen Gelenkregionen (wie unter 2. definiert) auf beiden Körperseiten (bilaterale Beteiligung der PIP-, MCP- oder MTP- Gelenke, gilt auch ohne absolute Symmetrie).

5. Rheumaknoten

Subkutane Knoten über Knochenvorsprüngen, an den Streckseiten oder in Gelenknähe, bei Arztbeobachtung.

6. Rheumafaktor im Serum nachweisbar

Befund abnormaler Titer des Serum-Rheumafaktors mit  irgendeiner Methode, die in weniger als 5% von normalen  Kontrollpersonen positiv ist.

7. Röntgenologische Veränderungen

Für die Chronische Polyarthritis typische radiologische  Veränderungen auf einer p.-a.-Aufnahme der Hand und der  Handgelenke, Erosionen oder eindeutige Knochenentkalkung  lokalisiert an den betroffenen Gelenken oder unmittelbar  an diese angrenzend (arthrotische Veränderungen allein gelten nicht).

  Andererseits können die Kriterien erfüllt sein, ohne dass eine Rheumatoide Arthritis vorliegt (häufigste Beispiele: Psoriasis-Arthritis oder Kollagenosen). In den ARA-Kriterien von 1958 waren daher eine Reihe von Ausschlußkriterien enthalten, die bei der jetzigen Revision  der ARA weggelassen wurden, aber aus didaktischen Gründen nachfolgend aufgeführt sind.

   ! Sehr wichtig ist die Beachtung des Grundsatzes, bei jeder Atypie des klinischen Bildes einer vermeintlichen RA eine intensive Differentialdiagnostik zu betreiben (s. u.).

 Ausschlußkriterien der RA :
  • Typische Hautveränderungen des SLE
  • Tophi
  • Ochronose
  • Nachweis krankheitstypischer, definierter antinukleärer oder antizytoplasmatischer Autoantikörper
  • Akute infektiöse Arthritis
  • Sarkoidose
  • Histologischer Nachweis einer Periarteriitis nodosa
  • Tuberkulöse Arthritis
  • Multiples Myelom
  • Klinische Symptome der Polymyositis/Dermatomyositis
  • Reiter-Syndrom
  • Erythema nodosum
  • Systemische Sklerose
  • Schulter-Hand-Syndrom
  • Leukämie oder Lymphome
  • Rheumatisches Fieber
  • Hypertrophische Osteoarthropathie
  • Agammaglobulinämie
  • Gichtarthritis
  • Neuropathische Arthropathie

 

 Entnommen aus www.rheumanet.org . Wenn Sie mit manchen medizinischen Ausdrücken nicht anzufangen wissen, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Wiki.

 

 Weitere Infos zum Behandlungsspektrum  meiner Praxis finden Sie auf der allgemeinen Homepage

 „Praxis für Biologische Orthopädie “ in München Schwabing

 

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Impressum nach § 6 Teledienstgesetz (TDG):

Name: Dr. Hans Sperber
Praxis Biologische Medizin


Kontakt:

Email: doc16a@gmail.com

Praxisanschrift:
Schleißheimerstrasse 205a
80809 München


Gesetzliche Berufsbezeichnung:
Arzt, verliehen von

Staat:
Bundesrepublik Deutschland

Ärztekammer:
Bayerische Landesärztekammer
Mühlbaurstr. 16
81677 München
www.blaek.de

Zuständige Aufsichtsbehörde
Bay. Landesärztkammer bzw.

General Medical Council, London


Berufsrechtliche Regelungen:
Berufsordnung für die Ärzte Bayerns
www.blaek.de/hauptseite.cfm?id_seite=172

Für Inhalte auf weiterführenden Seiten (Links..) kann keine Verantwortung übernommen werden. Eventuell erwähnte Präparatenamen können warenzeichen­geschützt sein.

 

Einen Anfahrtsplan und Empfehlungen zum Parken finden Sie unter der Seite http://www.homöopathie-als-alternativmedizin.de/Lageplan.html

 

 

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